Karlsruhe beweist Comeback Qualitäten

06. Dezember 2021 | Herren 1 | Alle News anzeigen

Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe drehen in einem fulminanten, hochklassigen und an Spannung kaum zu überbietenden Baden-Derby gegen die FT 1844 Freiburg einen 0:2 Satzrückstand und gewinnen mit 3:2 (13:25, 21:25, 32:30, 25:18, 15:13). Nach einem miserablen Start kämpften sich die Karlsruher in beeindruckender Manier zurück in die Partie und konnten damit den 10. Sieg im 11. Spiel einfahren.

„Respekt, wie wir uns zurück gekämpft haben.“ Damit fasste BADEN VOLLEYS Kapitän Jens Sandmeier die Partie kurz und dennoch treffend zusammen. In den ersten beiden Sätzen wurden die Hausherren regelrecht überrollt von famos aufspielenden Freiburgern und im dritten Durchgang mussten zunächst 4 Matchbälle abgewehrt werden, bis das Momentum schließlich zugunsten der Karlsruher kippte. „Das waren wahrscheinlich unsere zwei schlechtesten Sätze der Saison, Freiburg hat das aber auch sehr gut gemacht. Sie haben uns taktisch sehr gut analysiert und das sehr geil durchgespielt. Uns hat es einfach an Ideen gefehlt“, fügte Sandmeier hinzu. Mit den sehr variablen Aufschlägen der Südbadener kam Karlsruhe anfangs überhaupt nicht zurecht, im Angriff sahen sich Sandmeier und seine Kollegen oftmals einem stabilen Doppel- oder sogar Dreierblock entgegen. Schaffte es der Angriff am Block vorbei so stand die Freiburger Abwehr meist goldrichtig. Auf der anderen Seite spielte sich Freiburg regelrecht in einen Rausch, aus einer stabilen Annahme heraus setzte der bestens aufgelegte Zuspieler Sebastian Dinges seine Angreifer gekonnt in Szene, besonders den Mittelangriff um Pascal Ristl bekam Karlsruhe überhaupt nicht in den Griff. Folgerichtig gingen die ersten beiden Sätze deutlich und hochverdient an die Gäste.

Der Beginn des dritten Durchgangs ließ zunächst nicht viel Hoffnung auf Besserung zu. Mit 2:5 liefen die BADEN VOLLEYS nach nur wenigen Minuten wieder einem Rückstand hinterher. „Ich will, dass ihr aufmerksam seid“, forderte Coach Antonio Bonelli in der folgenden Auszeit von seinem Team. Und tatsächlich schien ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Schritt für Schritt kämpfte sich Karlsruhe wieder heran, übernahm beim Stand von 17:16 zum ersten Mal in der Partie die Führung. Im Angriff fanden Jens Sandmeier, Felix Roos und Lukas Jaeger nun deutlich bessere und intelligentere Lösungen und im Block hatten Laurin Derr und Thorben Sandmeier endlich Zugriff auf das gegnerische Angriffsspiel. Bis 24:21 konnte Karlsruhe die Führung ausbauen, doch Freiburg konnte drei Satzbälle abwehren und sich beim 24:25 den ersten Matchball erspielen. Es folgte eine furiose Schlussphase, in der Karlsruher seinerseits vier Matchbälle abwehrte und den Satz schließlich mit 32:30 für sich entscheiden konnten.

Damit waren die BADEN VOLLEYS nun vollends in der Partie angekommen. Mit ihrem gewohnt souveränen Spiel dominierten sie den vierten Satz und entschieden diesen ungefährdet mit 25:18 für sich. Auch im fünften Durchgang war Karlsruhe die spielbestimmende Mannschaft, hielt Freiburg durch viele unnötige Aufschlagfehler jedoch im Spiel. Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 8:7 legten die Hausherren nochmals eine kleine Schippe drauf und Jens Sandmeier verwandelte schlussendlich den zweiten Matchball zum 15:13. Anschließend durfte der Kapitän dann noch seine insgesamt bereits siebte MVP Medaille entgegennehmen, auf Freiburger Seite wurde der an diesem Abend ebenfalls sehr stark aufspielende Diagonalangreifer Malachi Murch ausgezeichnet.