Großer Kampf zum Saisonabschluss – BADEN VOLLEYS begeistern trotz Niederlage

21. März 2026 | Herren, Herren 1 | Alle News anzeigen

Fünf abgewehrte Matchbälle und ein starker erster Satz lassen die Halle kochen

Die BADEN VOLLEYS sorgten nochmals für ein Volleyballspektakel in der Lina-Radke-Halle  (Foto: Jasmina Frauendorf)

Karlsruhe (JM). Das war nochmal ein Volleyballspektakel in der Karlsruher Lina-Radke-Halle. Zum Abschluss der Hauptrunde rangen die BADEN VOLLEYS dem Tabellenführer und Pokalsieger Lüneburg einen Satz ab und verabschiedeten sich gebührend von den Fans aus der Saison. Mit fünf abgewehrten Matchbällen brachte die Mannschaft von Guido Görtzen die Halle nochmals zum Brodeln, ehe der große Favorit den Sack zumachte und die Saison für die Karlsruher beendete. 1:3 (25:21, 21:25, 15:25, 19:25) hieß es am Ende für die Gäste, die nach einem überragenden ersten Karlsruher Satz erst im dritten ihre Qualität ausspielen und das Spiel ab da klar kontrollierten konnten.

Vor stimmungsvoller Kulisse begannen die BADEN VOLLEYS absolut auf Augenhöhe und ließen sich vom Favoriten nicht abschütteln (9:9). Lüneburg, das mit seiner Stammformation – mit Ausnahme von Außenangreifer Daniel Gruvaeus – antrat, machte von Beginn an großen Druck im Aufschlag. Karlsruhe fand jedoch zunächst gute Lösungen in Annahme und Angriff. Bis zur Satzmitte blieb das Spiel ausgeglichen, ehe sich die Gastgeber durch seltene Eigenfehler der Niedersachsen eine kleine Führung erspielten (15:13). Vor allem John Obi übernahm viel Verantwortung und verwertete zahlreiche Angriffe erfolgreich. Mit einem knappen Vorsprung ging es in die Crunchtime (19:18). Karlsruhe verteidigte nun stark, konterte mutig und setzte durch ein Ass von Mittelblocker Maximilian König ein weiteres Ausrufezeichen – der erste Satz ging verdient an die Gastgeber (25:21).

Lüneburgs Trainer Stefan Hübner reagierte und brachte mit Daniel Gruvaeus und Christopher Byam frische Kräfte. Zunächst blieb das Spiel dennoch ausgeglichen (5:5). Mit zunehmender Dauer fanden die Gäste jedoch immer besseren Zugriff, stabilisierten ihre Block-Abwehr und agierten vor allem über Ethan Champlin und Jackson Howe effizienter. Karlsruhe hielt weiter leidenschaftlich dagegen und glich durch ein Ass von Nimo Benne zur Satzmitte erneut aus (16:16). In der entscheidenden Phase griff jedoch mehrfach der physisch starke Block der Niedersachsen zu, sodass sich Lüneburg ein kleines Polster erspielte (21:18) und den zweiten Satz letztlich für sich entschied (25:21).

Auch nach der Satzpause blieb die Partie zunächst umkämpft. Karlsruhe zeigte weiterhin großen Einsatz und hielt lange Anschluss, musste jedoch zunehmend dem konstant hohen Druck im Lüneburger Side-Out Tribut zollen. Trainer Guido Görtzen brachte Alexander Benz ins Spiel, und die BADEN VOLLEYS verkürzten nochmals (6:7). Doch der Favorit stabilisierte sich weiter, erhöhte den Druck im Block und zwang Karlsruhe vermehrt zu Eigenfehlern (14:9). Zwar kämpften sich die Gastgeber nochmals heran, konnten das Spiel aber nicht mehr entscheidend drehen. Lüneburg kontrollierte den dritten Satz zunehmend und gewann diesen deutlich (25:15).

Im vierten Durchgang machten die Niedersachsen von Beginn an ernst und setzten Karlsruhe erneut mit druckvollen Aufschlägen unter Zugzwang (5:2). Auch Wechsel auf Karlsruher Seite konnten den Lauf des Tabellenführers nicht mehr stoppen. Während Lüneburg sein Spiel souverän zu Ende spielte, verloren die BADEN VOLLEYS zunehmend den Rhythmus und fanden keine Mittel mehr, um das Spiel nochmals zu öffnen. Der Favorit sicherte sich schließlich auch den vierten Satz (25:19) und damit den 3:1-Erfolg.Für die BADEN VOLLEYS endet damit eine intensive Saison, die von einem großen Umbruch, vielen Entwicklungsschritten und mehreren Achtungserfolgen geprägt war. Trotz verpasster Playoffs hat das Team um Trainer Guido Görtzen immer wieder sein Potenzial gezeigt und sich im Verlauf der Spielzeit sichtbar stabilisiert – eine Grundlage, auf der in der kommenden Saison aufgebaut werden kann.