20. Oktober 2026 |
Herren 1 | Alle News anzeigen
Lange genug gewartet: Am Mittwochabend ist endlich wieder Bundesliga in der Lina-Radke-Halle. Um 20:00 Uhr bestreiten die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe ihr erstes Heimspiel der Saison 2026/27 und zum Auftakt wartet direkt eine ziemlich ordentliche Aufgabe.
Mit der SVG Lüneburg kommt der amtierende DVV Pokalsieger nach Karlsruhe und damit eine Mannschaft, die sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der deutschen Spitze etabliert hat.
Seit dem Bundesliga Aufstieg 2014 hat Lüneburg eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. In der vergangenen Saison schloss die SVG die Hauptrunde erstmals auf Platz eins ab, erreichte das Finale um die Deutsche Meisterschaft und stand auch international im Endspiel des CEV Cups. Im Februar folgte schließlich der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Nach einem Fünf Satz Finale gegen Friedrichshafen holten die Niedersachsen erstmals den DVV Pokal.
Für das erste Heimspiel könnte die Messlatte also durchaus niedriger hängen.
Frischer Wind und vertraute Gesichter
Auf Karlsruher Seite hat sich über den Sommer einiges getan.
Die BADEN VOLLEYS gehen mit einer Mischung aus vertrauten Gesichtern, Bundesliga-Erfahrung und vielen jungen Spielern in die neue Saison. Mit Corey Mayotte und Jackson Holland sind weiterhin wichtige Konstanten aus der vergangenen Spielzeit dabei. Gleichzeitig sorgen zahlreiche Neuzugänge für frischen Wind und neue Möglichkeiten auf dem Feld.
Spieler wie Niklas Uhl bringen bereits Erfahrung aus der höchsten deutschen Spielklasse mit. Gleichzeitig steht mit Akteuren wie Jakob Schwarz, Henry Günther, Olaf Dunajski und weiteren jungen Spielern ein Kader auf dem Feld, bei dem Entwicklung eine ziemlich große Rolle spielen wird.
Gerade deshalb waren die vergangenen Wochen für Trainer Guido Görtzen und sein Team besonders wichtig. Viele neue Charaktere, unterschiedliche sportliche Hintergründe und verschiedene Spielertypen mussten zusammenfinden.
Die Vorbereitung war deshalb vor allem eines: kennenlernen, ausprobieren, Abläufe entwickeln und aus vielen einzelnen Spielern langsam eine Mannschaft formen.
Am Mittwoch wird daraus zum ersten Mal Bundesliga vor heimischem Publikum.
Warum Lüneburg so spannend ist
Dass ausgerechnet Lüneburg zum Heimauftakt in die Lina-Radke-Halle kommt, macht das Duell zusätzlich interessant.
Die SVG gehört mittlerweile nicht nur sportlich zur nationalen Spitze, sondern ist auch ein Beispiel dafür, wie schnell sich ein Bundesligastandort entwickeln kann. Vom Aufsteiger zum regelmäßigen Playoff- und Finalteilnehmer, von nationalen Spielen bis in die Champions League, Lüneburg hat sich innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt einen festen Platz im deutschen Spitzenvolleyball erarbeitet.
Und trotz der großen Erfolge ist auch bei den Gästen nicht alles beim Alten geblieben. Der Kader wurde über den Sommer verändert und mit neuen Spielern ergänzt. Geblieben sind allerdings die hohen sportlichen Ansprüche und Trainer Stefan Hübner, unter dem sich die SVG in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat.
Beim Liga-Cup am vergangenen Wochenende gab es bereits einen ersten Eindruck von der neu zusammengestellten Mannschaft: Nach einem 3:0 gegen Düren im Viertelfinale folgte eine Niederlage gegen Giesen. Im Spiel um Platz drei musste sich Lüneburg Friedrichshafen anschließend erst nach fünf Sätzen geschlagen geben.
Am Mittwoch zählen diese Ergebnisse allerdings nicht mehr. Dann beginnt für beide Teams der Bundesliga-Alltag.
Dass Karlsruhe einen Gegner dieser Qualität beschäftigen kann, hat das letzte Aufeinandertreffen bereits gezeigt.
Beim Duell im März holten sich die BADEN VOLLEYS gegen den damaligen Tabellenführer zunächst den ersten Satz, ehe Lüneburg die Partie am Ende mit 3:1 für sich entschied.
Auch diesmal dürfte klar sein: Gegen einen Gegner wie die SVG werden wenige unkonzentrierte Phasen schnell bestraft. Gleichzeitig gibt es für eine neu zusammengestellte Karlsruher Mannschaft vermutlich kaum einen besseren Test, um herauszufinden, wo man zu Beginn der Saison wirklich steht.
Und dann gibt es noch einen Faktor, auf den man in Karlsruhe einige Monate warten musste: die eigene Halle.
Erstes Heimspiel. Neues Team. Und direkt der amtierende Pokalsieger auf der anderen Seite des Netzes.
Viel mehr kann man in einen Mittwochabend eigentlich kaum hineinpacken.
Spielbeginn ist am Mittwoch, 21. Oktober, um 20:00 Uhr in der Lina-Radke-Halle.
